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Für die 10. Klassen und das 4. Semester hier einige Übungen zum Improtheater:

Bilder bauen

Die Spieler gehen durch den Raum (Raumlauf). Der Spielleiter gibt Gegenstände, Berufe oder Räume vor, z.B. "Klavier", "Polizist" oder "in der Straßenbahn". Die Spieler bauen sofort das Gesagte irgendwie mit ihren Körpern als Standbild nach. Zum Beispiel könnten zwei Spieler das Klavier bilden, einer geht davor auf alle Viere als Klavierhocker und einer setzt sich darauf und mimt den Klavierspieler. Wenn das Bild steht, sagt der Spielleiter, was er in den Figuren zu erkennen glaubt, und diese können darauf sagen, was sie eigentlich darstellen wollten. Dann dürfen sich die eingefrorenenen Spieler wieder lösen und gehen alle wieder durch den Raum, bis das nächste Bild gerufen wird. Die Spielleiter-Rolle (wer das Bild nennt) kann reihum wechseln.

Lernziel ist, sich ohne Absprachen zu gruppieren und zu sehen, was dem Gesamtbild noch fehlt, um an der benötigten Stelle einzuspringen.

Boing - Wusch - Zwong

1. Teil Jeder Spieler denkt sich drei „Comic-Wörter“ aus. Zu jedem „Wort“ findet er eine Bewegung. Dies übt er ein paar Mal. Auf ein Zeichen des Spielleiters gehen alle durch den Raum und stellen sich gegenseitig mit ihrem „neuen“ Namen vor.

  1. Teil Wenn man sich kennt, werden erste Freundschaften geschlossen und jeweils 2 Spieler heiraten und nehmen einen Doppelnamen an. Jetzt muss man den Namen vom anderen lernen und es entsteht ein Name aus sechs „Worten“. Die Paare laufen durch den Raum, begrüßen andere Paare und stellen sich namentlich vor.

Feuer - Wasser - Wind

Alle gehen durch den Raum in einem vorgeklatschten Rhythmus, bis der Spielleiter Feuer, Wasser oder Wind ruft. Bei Feuer werfen sich alle auf den Boden. Bei Wind stellen sich alle schnell an die Wand und bei Wasser auf ein höhergelegenes Möbelstück (Stuhl, Tisch etc.)

Ja - Nein

Es werden Paare gebildet, und jedes Paar unterhält sich. Allerdings einzig und allein mit Benutzung der beiden Worte "Ja" und "Nein". Ein Gesprächspartner sagt immer nur "Ja", der andere immer nur "Nein". Nach einer Weile wird gewechselt.
Trotzdem wird man feststellen, dass eine Unterhaltung möglich ist und primär die Körpersprache und die ausgedrückten Gefühle zählen.

Assoziationskreis

Alle Spieler bilden einen Kreis. Einer im Kreis sagt ein Wort und zeigt dabei auf einen anderen Spieler. Dieser assoziiert zu diesem Begriff ein neues Wort und zeigt auf den nächsten Spieler, usw.

Dabei ist es nicht von Bedeutung, möglichst originelle Assoziationen zu haben. Als Grundregel gilt: Es gibt keine "falsche" Antwort. Damit soll die "Zensur im Kopf" ausgeschaltet werden. Auch die Wiederholung von bereits genannten Begrifen ist erlaubt.

Wichtig ist das Finden eines gemeinsamen Rhythmusses und das Entstehen eines gewissen Flusses von Begrifflichkeiten (Flow). Man wird sehen, daß es mit einer gewissen Geschwindigkeit leichter fällt zu Assoziieren, da das Nachdenken erschwert wird.

Man sollte darauf achten, wirklich auf das zuletzt gehörte Wort zu assoziieren und nicht auf ein Wort, das 2 oder 3 Stationen vorher dran war.

Fortgeschrittene sollten bei der Übung darauf achten, vorzugsweise eher auf das "Bild" als auf das "Wort" zu assoziieren. Beispiel:

  • "Feuerwehr" - "Auto" ist eine Wortassoziation ("Feuerwehrauto" ist ein Begriff)

  • "Feuerwehr" - "Hochhaus" ist eine Bildassoziation (die Feuerwehr löscht ein brennendes Hochhaus)

  • "Schnee" - "O Weh" ist eine Wortassoziation (Reim)

  • "Schnee" - "Yeti" ist eine Bildassoziation (im Schnee steht ein Yeti)

Geschenke pflücken

Die Spieler stehen im Kreis. Einer beginnt und pflückt einen beliebigen Gegenstand aus der Luft. Er hält ihn in einer bestimmten Weise und überreicht ihn seinem Nachbarn als Geschenk. Dieser freut sich riesig, sagt, was es ist und bedankt sich. Dann legt er das Geschenk ab und pflückt ein neues Geschenk aus der Luft, usw.

Beispiel:

  • A pflückt einen länglichen Gegenstand und überreicht ihn B: "Hier, das schenk ich dir."

  • B: "Ui, toll! Ein Maschinengewehr! Sowas hab ich mir schon immer gewünscht! Danke!"

  • B legt das Maschinengewehr ab und pflückt einen etwa melonengroßen, schweren Gegenstand: "Hier, ein Geschenk für dich!"

  • C: "Oh, wow, eine Bowlingkugel! Klasse!" usw.

Der eine Spieler macht also eine gestische Vorgabe und der andere Spieler definiert dann konkret, was es ist. (Wie immer gilt: nimm die erste Assoziation, versuche nicht, originell zu sein.) Der Überreichende muss natürlich sofort das verbale Angebot des Beschenkten annehmen (auch wenn er sich einen ganz anderen Gegenstand gedacht hatte). Die beiden können, wenn sie wollen, auch ruhig noch 1 bis 2 freundliche Sätze miteinander wechseln, z.B. die Besonderheiten des Geschenks herausstreichen, wofür sie es brauchen können, o.ä.

Assoziation Substantiv Adjektiv

Zwei stehen sich gegenüber, die anderen stellen sich in zwei gleich langen Schlangen an. Der erste nennt ein Substantiv und stellt sich hinten an der anderen Schlange an. Der zweite assoziiert zum Substantiv eine Eigenschaft und stellt sich an der ersten Gruppe an. Der nächste aus der ersten Gruppe assoziiert wiederum ein Substantiv zur genannten Eigenschaft usw. Jeder assoziiert somit abwechselnd ein Substantiv und ein Adjektiv. Ist der Ablauf klar, kann das Tempo erhöht werden.



 

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